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Nomenklatur und Taxonomie der Ammonoideen english | deutsch

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Fossilien - Geschichte der Ammonitenforschung
Die Stellung der Ammonoideen
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Nomenklatur und Taxonomie der Ammonoideen
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Die Art (Spezies) repräsentiert nach unserem heutigen biologischen Verständnis eine natürliche Fortpflanzungsgemeinschaft, die von ähnlichen Populationen durch natürliche Hindernisse getrennt sind.

Als Isolationsmechanismen können dabei geographische Barrieren oder auch das ökologische und soziale Verhalten bestimmter Organismengruppen wirken. Da wir aber bei Fossilien über keine Möglichkeit mehr verfügen, eine Fortpflanzungsgemeinschaft in einer Zeitebene oder in einer geschlossenen Generationsabfolge einer Zeitreihe (Chronospezies) zu überprüfen, zieht man - wie meistens auch in der rezentbiologischen Praxis - zur Abgrenzung verschiedener Arten morphologische Kriterien heran.

Die Erfahrung zeigt, dass die wirksame Unterbrechung des Genflusses zwischen getrennten Arten im Zusammenhang mit ihrer unterschiedlichen Einnischung in kurzer Zeit Veränderungen der körperlichen Merkmale zur Folge hat. Da morphologische Merkmale einer teils genetischen, teils vom Lebensraum und teils vom Lebensalter der Organismen abhängigen Variabilität unterliegen, bleibt bei der Abgrenzung von Arten nach dem morphologischen Konzept ein Ermessensspielraum, der beim Einsatz statistischer Methoden nicht völlig auszuschalten ist.

Um einen Überblick über die große Fülle von Lebewesen zu wahren, werden ähnliche Arten, die sich aus gemeinsamen Vorfahren entwickelt haben, also miteinander verwandt sind, in Gattungen (Genera) zusammengefaßt, ähnliche Gattungen in Familien, ähnliche Familien in Ordnungen usw. Auf diese Weise erhält man ein hierarchisches Ordnungsprinzip der Lebewesen nach abgestuften Verwandtschaftsgraden (natürliches System der Organismen). Je nach Formenvielfalt einer Gruppe können neben den obligaten Kategorien noch zusätzliche Stufungen (fakultative Kategorien) wie Oberfamilie, Unterordnung usw. eingeschoben werden.


Seit dem Erscheinen der 10. Auflage von Linnes Buch >Systema naturae< im Jahre 1758 gibt es für die wissenschaftlich korrekte Benennung eines (heute lebenden oder fossilen) Lebewesens international genormte und verbindliche Vorschriften. Demnach wird jede Art mit zwei latinisierten Begriffen beschrieben (binäre Nomenklatur). Der zweite Name bezeichnet die eigentliche Art, der vorangestellte weist diese Art als systematische Orientierungshilfe bereits der nächsthöheren Kategorie, nämlich der Gattung, zu. Da alle Kategorien oberhalb der Art künstliche Gruppierungen sind und ihre Unterteilung von der Artenfülle einerseits und dem Kenntnisstand der Taxonomen andererseits abhängig ist, werden die Zuordnungen von einzelnen Arten zu bestimmten Gattungen und höheren Taxa von verschiedenen Bearbeitern oft unterschiedlich bewertet.

Nachträgliche Änderungen von Gattungszuweisungen gehören in den Biowissenschaften zum täglichen Brot und können durch den damit verbundenen Namenswechsel (nur des ersten, nicht des nachgestellten Artnamens!) oft verwirrend sein. Charakteristische Einzelelemente von Lebewesen, die meist isoliert erhalten sind, werden aus praktischen Gründen oft in einer "Parataxonomie" wie eigenständige Lebewesen gehandhabt. Das bedeutet, dass zum Beispiel die kalzitischen Aptychen der Ammoniten, die häufig getrennt von den zugehörigen Gehäusen überliefert und angereichert wurden, eigene Gattungs- und Artnamen erhalten haben.

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Auch für die Systematik der Ammonoideen gilt, dass als Unterscheidungsmerkmale auf niederer Ebene (Art, Gattung) häufig nur quantitative Modifikationen desselben Merkmals - zum Beispiel viele beziehungsweise wenige Spaltrippen, große beziehungsweise kleinere Knoten etc. - eingesetzt werden, während übergeordnete Taxa (Familien, Ordnungen) durch qualitative Merkmalsunterschiede definiert werden (zum Beispiel medianer Kiel vorhanden oder nicht).

Der über lange Zeiträume konstanten Ausbildung funktional wichtiger Merkmale kommt bei der Systematisierung übergeordneter Taxa eine besonders wichtige Rolle zu. So werden bei Ammonoideen, die insgesamt den Rang einer Ordnung einnehmen, folgende Merkmalskomplexe zur Begründung taxonomischer Kategorien genutzt:

Stamm: Mollusca Klasse: Cephalopoda Ordnung: Ammonoidea: Schmale Radula; kleiner, kugeliger Protoconch; schmaler, randständiger Sipho; komplexe Kammerscheidewände; breiter Unterkiefer.


Unterordnungen/Überfamilien: Grundlegende Bauplaneigenschaften der Lobenlinie und des Kieferapparates.

Familien/Unterfamilien: Kleinere Modifikationen der Lobenlinie und des Kieferapparates; qualitative Merkmale der Gehäusegestalt und der Skulptur-Elemente. Gattungen/Arten: Quantitative (graduelle) Modifikationen vergleichbarer Gehäusemerkmale (Windungsquer-schnitte, Skulpturen).



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