Fossiliensammlung Knecht - Fossil Collection Knecht

Schalenstruktur der schalentragenden Mollusken english | deutsch

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Paedomorphose - Perlmutt - Phragmokon - planspiral - Plankton

Ammoniten - unbekannte Wesen?
Fossilien - Geschichte der Ammonitenforschung
Die Stellung der Ammonoideen
Das Vorkommen eines Brutgehäuses bei Argonauta
Nomenklatur und Taxonomie der Ammonoideen
Externe Merkmale der Ammoniden
Mollusken - Abrasion
Sepien - Kalmare - Octopoden
Conellen - auf Steinkernen von Ammonoiden
Gehäuseanomalien - kranke Formen
Parasitismus & Krankheiten
Fehlende Skulptur der inneren Schalenlamellen
Der Sypho
Die Septen - der septale Mantel

 

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Paedomorphose: Sukzessive Verlagerung von Jugendmerkmalen in das Adultstadium im Verlauf der stammesgeschichtlichen Entwicklung ( He-terochronie). Wird die Geschlechtsreife bereits im frühen Jugendstadium erreicht (z. B. beim Axolotl), spricht man von Neotenie.

Palingenese: Nach E. Haeckel ein stammesgeschichtlicher Prozeß, bei dem in der finalen Ontogenese neu erworbene Merkmale (-o Hypermor-phose) im Verlauf der Generationen in zunehmend früheren Entwicklungsstadien verwirklicht werden (synonym: -> Peramorphose)
pelagisch: Lebensform des offenen Ozeans im Gegensatz zu -? litoral.

Peramorphose: Palingenese.

Periostrakum: Aus organischem Material bestehende äußere Schalenschicht der Weichtiere (Mollusken), welche die mineralisierten Schalenschichten vorformt.

Perlmutt: Ursprüngliche Schalenstruktur der schalentragenden Mollusken (Conchiferen) aus Stapeln um-kleiner Aragonit-Plättchen, die das auffallende Licht in seine Spektralfarben zerlegen. Der buntschillernde, irisierende Effekt ist somit strukturbedingt und nicht durch Farbeinlagerungen (Pigmente) hervorgerufen.

Phanerozoikum: Erdgeschichtlicher Zeitraum seit Beginn des Kambriums (vor ca. 540 Millionen Jahren), der durch eine reiche Fossilführung gekennzeichnet ist.

phänetisch: Die äußere Erscheinungsform betreffend.

Phragmokon: Hinterer, gekammerter Gehäuseabschnitt der Kopffüßer, der mit Hilfe des Sipho als Auftriebsapparat dient und das Eigengewicht des Tieres im Wasser annähernd kompensiert.

phyllocerat: Charakteristische Ausbildung der Lo-benlinie, welche die Großgruppe der Phyllocera-ten (Trias - Kreide) kennzeichnet: elementreich mit blattähnlichen (phylloiden) gerundeten Sätteln und ursprünglich mit einem haarnadelähnlichen, glattwandigen (lituid) Intemlobus.

phylloid: Blattförmig ( phyllocerat).
phylogenetisch: Im Zusammenhang mit der stammesgeschichtlichen Entwicklung.

Phylogenie: Stammesgeschichtliche Entwicklung einer Organismengruppe.

Plankton: Passive, überwiegend im oberflächennahen Wasser treibende Lebewelt.

planktonisch: Passiv treibende Lebensweise im Wasser.

planspiral: Gehäuseaufrollung in einer Ebene, wie sie beim Gros der Ammonoideen verwirklicht ist (Gegensatz: trochospiral, heteromorph).

planulat: Gehäusegestalt mäßig weitnabeliger Ammoniten, deren Außenseite gerundet ist (= platycon).

platycon: planulat.

Plesiomorphie: Ausbildung konservativer Merkmale, die von den stammesgeschichtlichen Vorfahren
übernommen sind. Im Gegensatz dazu bezeichnet eine Apomorphie ein neu erworbenes Merkmal, das geeignet ist, eine taxonomische Gruppe zu charakterisieren.

polygyrat: Spaltrippen-Typ mit mehrfacher Gabelung, einfacher als der diversipartite Typ,

polyphyletisch: -> Taxa, die auf unterschiedliche Vorfahren zurückgehen.
Polyphylum: Künstlich zusammengefaßte Gruppe von Organismen, deren Vertreter sich von unterschiedlichen Vorfahren ableiten. Im Gegensatz dazu enthält das Monophylum alle Nachkommen einer gemeinsamen Stammform.

polyploc: Spaltrippen-Typ mit je einer einfachen Aufspaltung (Bifurkation) der Hauptrippe und der beiden Spaltrippen erster Ordnung.

Predator: Freßfeind.

Primärsutur: Verwachsungsnaht des ersten, nachträglich in die Ammonitella eingebauten Perl-muttseptums, das die erste Luftkammer nach dem Protoconch begrenzt. Sie ist bei Ammonoideen des Erdaltertums aus drei Loben-Ele-menten zusammengesetzt (trilobat), in der Trias aus vier (quadrilobat), in Jura und Kreide aus vier bis sechs Elementen: quadri-, quinque- und sexlobat).

prismatisch: Schalenstruktur, die aus einer Lage palisadenartig radial orientierter Kristalle aufgebaut wird.

Prologismus: Hypothetischer Prozeß der Evolution (Müller328), bei dem aberrante Merkmale im Vorgriff auf das regelhafte Auftreten vergleichbarer Merkmale bei späteren Abkömmlingen erfolgte (Gegensatz: Atavismus).

prorsoradiat: Nach vorne geneigte Rippen (= pro-tract) (Gegensatz: rursiradiat).

Prosutur: Verwachsungsnaht des ersten Septums. das den -> Protoconch begrenzt und gemeinsam mit ihm in prismatischer Feinstruktur rrune-ralisiert wurde. Ihre Ausbildung ändert sich während der Phylogenie der Ammonoideen von asellat (zwischen einem sehr flachen Außen- und Innensattel leicht geschwungen) über latisellat (breiter sinusförmiger Außensattel und de-:!h-cher seitlicher Lobus) zu angustisella: - txm-ler hoher Außensattel und deutlicher sem^ner Lobus).

Proterogenese: Prozeß der stammesgeschichtlichEn Merkmalsveränderung, bei dem im Jugendsadi-um neu erworbene Merkmale im Verlauf der Generationen zunehmend auf die Reifestadien Hf-schoben werden (nach Schindewolf :'V

proterogenetisch: Im Zuge der Proterogenese

Protoconch: Im Ei gebildete erste Gehäusekammer und zentraler Bestandteil der Ammoru' j Über das -> Caecum steht der Protoconcn mu dem -> Sipho in Verbindung.

pygnodont: Mit einem schalenknackenden GebiS aus kugeligen bis plattigen Zähnen versehen (vergleiche: Pygnodontiformes, eine ( der Knochenfische).


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