Fossiliensammlung Knecht - Fossil Collection Knecht

Farben dienen grundsätzlich als Lichtschutz english | deutsch

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Mollusken - Abrasion

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Fossilien - Geschichte der Ammonitenforschung
Die Stellung der Ammonoideen
Das Vorkommen eines Brutgehäuses bei Argonauta
Nomenklatur und Taxonomie der Ammonoideen
Externe Merkmale der Ammoniden
Mollusken - Abrasion
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Conellen - auf Steinkernen von Ammonoiden
Gehäuseanomalien - kranke Formen
Parasitismus & Krankheiten
Fehlende Skulptur der inneren Schalenlamellen
Der Sypho
Die Septen - der septale Mantel

 

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Über die zahlreichen Möglichkeiten der funktionalen Bedeutung von Farbmustern wurde schon bezüglich der modernen Mollusken viel spekuliert. Bei manchen Schnecken, deren Kalkschale permanent von einem dicken und undurchsichtigen Periostrakum überzogen ist, so dass die auf der Kalkschale vorhandenen Farbmuster zu Lebzeiten der Tiere gar nicht sichtbar werden, fällt eine funktionale Deutung schwer. Bisher liegen aber nur für wenige Ammonoideen-Taxa (zum Beispiel: Gaudryceras, Kreide, von dem ohnehin keine Farbmuster überliefert sind) Hinweise auf ein etwas kräftigeres Periostrakum vor. Wir können deshalb davon ausgehen, daß die Farbmuster der Ammoniten grundsätzlich auch von außen erkennbar waren. Die Funktion der Farbmuster kann in fünf Bereichen zum Tragen gekommen sein:

o Bei verschiedenen Mollusken entstehen Pigmente, die in die
Schale eingelagert werden können, in Abhängigkeit vom
Nahrungsangebot als Nebenprodukt des Stoffwechsels.

o Als ein Nebeneffekt der Pigmentierung, sicher nicht als eine primäre Ursache, kann eine Stabilitätssteigerung des Gehäuses abgeleitet werden, die vor allem die Abrasion der Oberfläche hemmt.

o Farben dienen - insbesondere wenn sie in die Epidermis der
Organismen selbst eingelagert sind - grundsätzlich als Lichtschutz, da sie das auftreffende Licht filtern, indem sie nur den nicht reflektierten Spektralbereich absorbieren.
Die in engem Zusammenhang mit dem Lichtschutzfaktor stehende Regulierung des Wärmehaushaltes kann für die Ammonoideen-Gehäuse weitgehend vernachlässigt werden, da ein direkter Kontakt des Mantels mit der möglicherweise im sehr flachen Wasser durch Sonneneinstrahlung unter schiedlich aufgeheizten Schalenoberfläche nicht bestand und die Perlmuttstruktur der Schale selbst eher isolierende Eigenschaften hatte.

o Den meisten Farbmustern kommt vorrangig ein optischer Effekt zu. Für Owenites aus der Untertrias von Crittenden Springs, dessen Farbstreifen zwei voneinander abweichende Muster aufweisen, kann an einen geschlechtsspezifischen Zusammenhang gedacht werden. Bei giftproduzierenden Vertretern käme auch eine Warnfärbung in Frage. Die symmetrische Anordnung der Farbmuster, deren dominierende
Streifen-Konfigurationen zur optischen Auflösung von Flächen bestens geeignet sind ("Zebraeffekt"), legen aber nahe, daß sie in erster Linie der Tarnung dienten.
Die wesentlichen Bedeutungen von Farbmustern basieren auf ihrer Wechselwirkung mit Licht. Wir können für ihre Träger vor allem dann von einem bevorzugt durchlichteten (also flachen) Lebensraum ausgehen, wenn die Farbmuster in ihrer Anlage gruppenspezifisch gesteuert sind und deshalb einer offensichtlichen funktionalen Selektion unterliegen. In dunklen Gewässern sind passive, nicht selbst luminiszierende Färben
sinnlos. Ammonoideen mit charakteristischen Farbmustern sind somit ein gutes Indiz dafür, dassihre Träger an durchlichtete Flachwasser-Habitate angepasst waren.

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Sicher können die in der Schale fixierten (passiven) Tarnmuster ektocochleater Cephalopoden einem Vergleich mit der perfekten Mimikry rezenter Coleoideen nicht standhalten, die als "Chamäleons der Meere" wahre Künstler in der Beherrschung ihrer Hautpigmente sind.

 




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